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Gittern

Die Gittern ist eine kleine gezupfte Laute mit geschnitztem Korpus aus dem mittelalterlichen Europa – einer der Vorläufer der Renaissancegitarre und eng verwandt mit der größeren Lautenfamilie. Zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert weit verbreitet, trug sie die weltliche Musik der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Höfe: Tanzweisen, Troubadourlieder und das lebhafte Instrumentalrepertoire von Spielleuten und fahrenden Musikern. Ihr heller, klingender Darmsaitenton und ihre kompakte Größe machten sie zum Lieblingsinstrument von Straßenmusikern ebenso wie von höfischen Ensembles.

Der Bau folgt der frühen Lautentradition. Der gerundete, birnenförmige Boden wird aus einem einzigen Hartholzblock geschnitzt statt aus Spänen aufgebaut und mit einer flachen Holzdecke und einem kurzen Hals verbunden. Das Instrument ist mit Darmsaiten bespannt und wird mit Federkiel oder Plektrum gezupft – für klare einstimmige Melodien und akkordische Begleitung; der kleine Korpus sorgt für eine schnelle, klar artikulierte Ansprache, die den raschen mittelalterlichen Tanzfiguren entgegenkommt.

Die Gittern trägt in der Regel vier bis sechs Saiten – traditionelle Darmsaiten oder moderne Lautensaiten –, eingerichtet für die diatonischen und modalen Melodien der Alten Musik. Die Stimmung wechselte je nach Region und Epoche, eine einheitliche Norm gab es nicht; der Spieler stimmte das Instrument passend zu den Tanz- und Liedformen seiner Zeit. Die rechte Hand führt mit dem Federkiel Melodie und rhythmisches Schlagen, während die linke Hand auf dem kurzen Hals die verzierten Linien des mittelalterlichen und Renaissance-Spiels greift.

Heute gehört die Gittern zu Alte-Musik-Ensembles, zur historischen Darstellung, zu Mittelaltermärkten und zum Repertoire von Musikern, die mittelalterliche und Renaissance-Lieder erkunden. Als Mitglied der Lautenfamilie – derselben Tradition, die über die arabische Oud nach Europa kam – lässt sie sich sogar mit Oud-Saiten bespannen und steht ganz selbstverständlich neben den anderen Zupflauten in der großen Familie der Saiteninstrumente.

Bei Tapadum wird unsere Mittelalterliche Gittern auf Bestellung von Hand geschnitzt – ein Korpus aus Ulme mit Fichtendecke und einem Griffbrett aus Afrormosia, bespannt mit vier bis sechs Darm- oder Oud-Saiten (Mensur 45 cm, Gesamtlänge 67 cm, Korpus 22 × 12 cm, 2,5 kg). Gebaut für Musiker der Alten Musik, Sammler und die historische Darstellung, durchläuft jedes Instrument vor dem Versand aus unserem Showroom in Brisighella (Italien) eine Einzelprüfung – Schnitzarbeit, Saitenlage und klangliche Ausgewogenheit – durch unseren Spezialisten für Saiteninstrumente Sertan Sarioglu.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Gittern?
Die Gittern ist eine kleine gezupfte Laute mit geschnitztem Korpus aus dem mittelalterlichen Europa, weit verbreitet zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert. Sie gilt als Vorläuferin der Renaissancegitarre, gehört zur Lautenfamilie und klang mit hellen Darmsaiten in Tanzmusik, höfischem Lied und im Repertoire der Spielleute.
Wie viele Saiten hat eine Gittern?
Eine Gittern trägt in der Regel vier bis sechs Saiten – traditionelle Darmsaiten oder moderne Lauten- bzw. Oud-Saiten – über einem kurzen Hals. Unsere handgeschnitzte Mittelalterliche Gittern folgt diesem Aufbau; die Saiten lassen sich nach den Stimmgepflogenheiten der Alten Musik einrichten, die je nach Region und Epoche verschieden waren.
Wie wird eine Gittern gespielt?
Die Gittern wird mit Federkiel oder Plektrum gezupft: Die rechte Hand trägt die einstimmige Melodie und das rhythmische Schlagen, die linke bewegt sich über den kurzen Hals. Der kompakte, geschnitzte Korpus spricht schnell und klar an – passend zu den raschen Tanzfiguren und verzierten Linien der mittelalterlichen und Renaissance-Musik.
Woraus ist die Tapadum-Gittern gebaut?
Unsere Mittelalterliche Gittern wird auf Bestellung von Hand geschnitzt: Korpus aus Ulme, Decke aus Fichte, Griffbrett aus Afrormosia (Mensur 45 cm, Gesamtlänge 67 cm, 2,5 kg). Vor dem Versand aus unserem Showroom in Brisighella prüft unser Spezialist Sertan Sarioglu Schnitzarbeit, Saitenlage und Klangbalance.
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