Beschreibung
Die persische Shourangiz von Tapadum ist eine handgefertigte iranische Laute, konzipiert als leichtere, wendigere Alternative zur klassischen Tar, die zugleich die charakteristische Stimme der persischen klassischen Musik bewahrt. Vom persischen Musikmeister Hossein Alizadeh als moderne Weiterentwicklung traditioneller persischer Saiteninstrumente entworfen und von erfahrenen iranischen Instrumentenbauern handgefertigt, verbindet die Shourangiz die klangliche Identität der Tar mit einem kleineren Korpus, geringerem Gewicht und hellerer harmonischer Ansprache — ideal für zeitgenössische persische Klassik, Ensemblespiel und Fusion-Projekte.
Herkunft: Eine moderne persische Laute
Die Shourangiz wurde im späten 20. Jahrhundert von Hossein Alizadeh entwickelt, einem der gefeiertsten Musiker Irans, der eine Laute suchte, die den Klang der Tar in moderne persische Musikkontexte tragen würde. Der Name „Shourangiz“ bedeutet auf Persisch etwa „Begeisterung weckend“ und spiegelt die energiegeladene, ausdrucksstarke Stimme des Instruments wider. Anders als die tiefere, rundere Tar spricht die Shourangiz mit hellerer Klarheit und schnellerer Tonansprache.
Bauweise mit hölzerner Decke
Anders als die Tar, die eine gespannte Fellmembran als Decke verwendet, besitzt die Shourangiz eine hölzerne Decke. Diese eine Änderung verwandelt die Stimme des Instruments vollständig — Holz projiziert Obertöne, die Fell nicht wiedergeben kann, und verleiht der Shourangiz ihren charakteristisch hellen, klingenden Ton mit längerem Sustain. Der geschnitzte Resonanzkorpus verstärkt diese Obertöne durch eine Doppelkammer-Bauweise, die von der Tar übernommen ist.
Geschnitzter Korpus & bundierter Hals
Der Korpus ist nach traditioneller persischer Methode aus einem einzigen Stück Hartholz von Hand geschnitzt und bildet das charakteristische achtförmige Profil persischer Lauten. Das Griffbrett trägt bewegliche Bünde aus Darm oder Nylon, gebunden in Positionen, die den Intervallen des persischen Dastgah entsprechen — das mikrotonale Bundsystem, das für die iranische klassische Musik wesentlich ist. Der Hals ist glatt gearbeitet für fließende Lagenwechsel über das Griffbrett.
Technische Daten
| Typ | Persische Shourangiz (moderne iranische Laute) |
| Korpus | Von Hand geschnitztes Hartholz, Doppelkammer |
| Decke | Holz (kein Fell) |
| Griffbrett | Bundiert mit beweglichen Darm-/Nylonbünden |
| Saiten | 6 Saiten (3 Doppelchöre) |
| Spielweise | Metallplektrum (Mezrab) |
| Herkunft | Entwickelt von Hossein Alizadeh, 20. Jahrhundert |
| Handgefertigt in | Iran / Türkei |
Für wen dieses Instrument gedacht ist
Die persische Shourangiz eignet sich für Tar-Spieler, die eine leichtere Alternative suchen, für fortgeschrittene Studierende der persischen klassischen Musik und für zeitgenössische Musiker, die in iranischer Fusion oder Weltmusik arbeiten. Da sie Bundsystem und Stimmungskonventionen mit Tar und Setar teilt, gelingt Spielern von diesen Instrumenten der Umstieg schnell. Komplette Anfänger der persischen Musik erwartet eine steile Lernkurve — Dastgah-Theorie, Mezrab-Technik und mikrotonale Intonation erfordern allesamt engagiertes Studium.
Musikgenres & Traditionen
Die Shourangiz kommt in der persischen klassischen Musik, in zeitgenössischen iranischen Kompositionen, im Ensemble- und Kammermusikspiel sowie in interkulturellen Fusion-Projekten zum Einsatz. Ihre hellere Stimme setzt sich in Ensembletexturen durch, wo die Tar zu tief sitzen könnte, was sie zu einer bevorzugten Wahl für moderne Arrangements und Aufnahmen macht. Das Instrument erscheint häufig auf Alben des Ensembles Masters of Persian Music und anderer zeitgenössischer iranischer Gruppen. Mehr über persische Instrumente finden Sie in unserer Sammlung der Saiteninstrumente und in der persischen Setar-Kollektion.
Pflege & Wartung
Bewahren Sie das Instrument in einem Hartschalenkoffer oder einer gepolsterten Tasche bei 45–55 % Luftfeuchtigkeit auf — hölzerne Decken reißen bei trockenen Bedingungen und können sich bei feuchten verziehen. Wischen Sie Saiten und Korpus nach jeder Sitzung mit einem trockenen Tuch ab, um Hautfette zu entfernen. Binden Sie lose Darmbünde nach, wenn sie sich verschieben; prüfen Sie die Intonation monatlich. Verwenden Sie hochwertige Mezrab-Plektren; abgenutzte Metallplektren können die hölzerne Decke zeichnen. Eine Setup-Prüfung durch einen Instrumentenbauer alle 2–3 Jahre hält das Instrument optimal spielbar.




