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Ali Riza Acar

Luthiers · Istanbul, Türkei

Ali Riza Acar

Meister der Holzblasinstrumente

Istanbuler Meister der türkischen und anatolischen Holzblasinstrumente — Kaval, Mey, Duduk, Zurna, Ney — mit fünf Jahrzehnten Handwerkskunst.

50 years active
Kaval · Mey · Duduk · Zurna · Ney specialty
1 works

Geboren in die Holzbläser-Tradition Istanbuls, hat Ali Riza Acar rund fünf Jahrzehnte damit verbracht, die anatolische und türkische Bläserfamilie — Kaval, Mey, Duduk, Zurna und Ney — zu Instrumenten zu formen, die mit der Präzision eines Spielers atmen, der jede Form seit seiner Kindheit kennt. Seine Werkstatt, versteckt im Handwerksviertel Istanbuls, versorgt Holzbläser in der gesamten Türkei und darüber hinaus, und sein Name taucht beständig im kleinen Kreis der Instrumentenbauer auf, deren Arbeiten sowohl durch zeremonielle Repertoires als auch intime Soloaufnahmen gehen.

Ali Riza ist der Sohn von Düdükçü Nuri — „Nuri der Pfeifenmacher“ — ein Handwerker, dessen Spitzname selbst ein Leben widerspiegelt, das den Blasinstrumenten gewidmet ist. Das anatolische Holzbläser-Handwerk wird von Vater zu Sohn in einer Tradition weitergegeben, in der die Formung einer einzelnen Kaval-Bohrung Urteile erfordert, die keine manuellen Aufzeichnungen haben: die Wärme des Holzes unter der Hand, der Atemwiderstand an jedem Fingerloch, die millimetergenauen Anpassungen, die ein stimmbares Instrument von einem steifen trennen. Ali Rizas Lehre begann in der Werkstatt seines Vaters und hat das geprägt, was nun eine fünfzigjährige Praxis ist, dokumentiert in dem türkischen Fernsehfeature İstanbul’un Zanaatkarları — Kaval Ustası Ali Rıza Acar, wo er als Ağaca nefes veren usta — „der Meister, der dem Holz Leben einhaucht“ — identifiziert wird.

Über seine fünf Instrumente hinweg verändert sich die akustische Logik dramatisch. Der Kaval wird randgeblasen — der Klang entsteht an der Lippe über eine scharfe Kante, ohne Rohrblatt — und erfordert eine innere Präzision der Bohrung, die sich zwischen Modellen für die anatolischen Hochländer und denen für die sufi-Sema-Repertoires nur um einen Haarbreit unterscheidet. Die Mey und Duduk sind zylindrische Rohre mit Doppelrohrblatt, deren Klang ebenso vom Rohrblatt wie vom Körper geformt wird, wobei die klagenden, gehaltenen Töne des Duduks ein spezifisches armenisch-kaukasisches Bohrungsprofil erfordern, das Ali Riza über Jahrzehnte hinweg entwickelt hat. Die Zurna ist lauter, konisch und zeremoniell — historisch der Begleiter im Freien zu Davul-Trommeln. Der Ney wird ebenfalls randgeblasen, ohne Rohrblatt wie der Kaval, und trägt die introspektivste Stimme der sufi-verehrenden Tradition. Fünf Instrumente, fünf verschiedene Geometrien; Ali Rizas Ruf beruht auf seiner Fähigkeit, alle fünf Disziplinen innerhalb einer einzigen Werkstatt zu vereinen, ein Generalismus, der selbst innerhalb der Istanbuler Instrumentenbauer-Szene selten ist.

Das türkische nationale Fernsehen hat seine fünfzigjährige Praxis in Features wie Kanal 7’s “Ali Rıza Acar 50 Yıldır Kaval Üretiyor” profiliert — ein Karriere-Feature, das seine Methoden von der Auswahl des Rohholzes über das Ausbohren bis hin zum Stimmen verfolgt. Das Dokumentarfilmmaterial zeigt die Werkstattwerkzeuge — eine manuelle Drehbank, Handreibahlen, traditionelle Messgeräte — und die langsame, geduldige Methode, die über die Jahrzehnte unverändert geblieben ist. Seine Instrumente haben weit über Istanbul hinaus durch Einzelhandelsnetzwerke gereist, aber die Werkstatt selbst ist ein kleiner, traditioneller Raum geblieben.

Tapadum führt die Holzblasinstrumente von Ali Riza Acar als Teil seiner türkischen und anatolischen Bläserauswahl und begegnet der wachsenden Wahrnehmung, dass Käufer dieser Instrumente zunehmend den benannten Instrumentenbauer anstelle eines generischen Produkts suchen. Jedes Stück von Ali Riza kommt mit den kleinen Variationen, die die Handarbeit produziert — eine leichte Asymmetrie im Ansatzschnitt, eine persönliche Signatur im Bohrungsprofil — und diese Variationen sind nun Teil dessen, was dem Instrument seinen Charakter verleiht. Spieler, die den aufgenommenen Klang des dokumentarischen Erbes Anatoliens in ihren eigenen Händen haben möchten, werden feststellen, dass diese Instrumente Teil einer fortlaufenden, lebendigen Tradition sind.

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