Beschreibung
Diese türkische Lavta stammt aus der Werkstatt von Mustafa Gezerdag, einem Meister des Oud-Baus in Izmir, und verbindet eine Schale aus massivem Nussbaum mit einer Fichtendecke. Sie gehört zu einer kleinen Serie, die auf demselben verzierten Griffbrett und demselben birnenförmigen Korpus aufbaut; die Modelle unterscheiden sich allein durch das Holz der Schale. Als bundierte Plektrumlaute steht die Lavta zwischen der arabischen Oud und der anatolischen Saz: Statt des bundlosen Gleitens der Oud hat sie einen bundierten Hals, der ihr eine hellere, präziser artikulierte Stimme gibt.
Schale aus massivem Nussbaum
Für die Späne wird Nussbaum oft mit einem kontrastierenden zweiten Holz kombiniert – so wie beim Modell aus Nussbaum und Mahagoni in dieser Serie. Hier steht er allein: eine Schale aus massivem Nussbaum, ohne Streifen aus Ahorn oder Mahagoni. Die Dichte des Nussbaums sorgt für eine tiefe, resonante Präsenz in den tiefen Mitten mit klarer Tondefinition, und ohne wechselnde Holzfugen wirkt die Schale vom Halsansatz bis zum Boden wie eine einzige warme, karamellbraune Fläche statt eines Streifenmusters.
Die Rosette und das eingelegte Griffbrett
Das Schallloch trägt dieselbe geschnitzte Gitterrosette wie die übrigen Modelle der Serie, und der schwarze Schlagschutz ist mit demselben von Hand eingelegten Vogel- und Federmotiv aus Perlmutt verziert. Auch das Griffbrett trägt das Markenzeichen der Serie: eine durchgehende Rankeneinlage über die gesamte Länge – ein Detail, das man eher an Instrumenten in Museumsqualität sieht als in der üblichen Werkstattfertigung.
Fichtendecke, Griffbrett aus Kiefer und Reibwirbel aus Ebenholz
Die Decke ist aus massiver Fichte und auf ein Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht ausgearbeitet, das dem birnenförmigen Korpus der Lavta ihren tragfähigen, artikulierten Klang gibt. Unter der Einlage besteht das Griffbrett aus Kiefer; gestimmt wird über Reibwirbel aus Ebenholz – die traditionelle Wahl für die bundierten, auf das Maqam-System gestimmten Chöre der Lavta.
Technische Daten
| Korpus | Massiver Nussbaum |
|---|---|
| Decke | Fichte |
| Griffbrett | Kiefer, mit dekorativer Einlage |
| Wirbel | Reibwirbel aus Ebenholz |
| Länge der Schale | 44,5 cm |
| Breite der Schale | 30,5 cm |
| Korpustiefe | 15,5 cm |
| Mensur | 68 cm |
Für wen diese Lavta gedacht ist
Musiker, die eine Nussbaum-Stimme suchen – tief, klar und in den tiefen Mitten gut umrissen –, finden hier das am klassischsten klingende Instrument der Serie. Es eignet sich für das Fasil-Ensemble, in dem ein geerdetes Fundament die Gruppe trägt, und behauptet sich auch in langen Taksim-Passagen, die vom Grundton des Instruments leben. Für Musiker, die von der Oud kommen – wo Nussbaumschalen ebenfalls verbreitet sind –, ist es ein natürlicher Einstieg in die bundierte Lavta-Tradition.
Pflege und die weiteren Modelle der Serie
Halten Sie die Schale von direkter Hitze und plötzlichen Schwankungen der Luftfeuchtigkeit fern, und prüfen Sie regelmäßig die aufgebundenen Bünde aus Darm oder Nylon, denn diese verschieben sich beim Spielen leicht und müssen für eine saubere Intonation gelegentlich neu gesetzt werden. Dieses Modell ist eine von vier Varianten, die Mustafa Gezerdag auf demselben Korpus und Griffbrett baut: das hellere Modell aus Ahorn und Mahagoni, das wärmere aus massivem Mahagoni und das ausgewogene aus Nussbaum und Mahagoni. Die ganze Serie finden Sie in unserer Lavta-Kategorie; Koffer und Ersatzsaiten finden Sie unter Zubehör. Wer mehr über die Rolle des Instruments in der osmanischen Musik erfahren möchte, findet einen Artikel über die Lavta auf Wikipedia (englischsprachiger Artikel).
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